Ein Akkord ergibt sich aus mehreren Tönen, die gleichzeitig gespielt werden. Was sie zu einem Dur, Moll oder einem Septakkord macht, ist allein der Abstand zwischen den einzelnen Tönen – gemessen in Halbtonschritten.
Unten zeigen wir jeden dieser Abstände auf einer neutralen Halbtonleiter, unabhängig von Instrumenten. Ein Feld entspricht einem Halbton, zwölf Felder einer Oktave.
Die Abstände zwischen den einzelnen Tönen charakterisieren die verwendete Tonleiter. Je nach verwendeter Tonleiter können die jeweiligen Akkorde mit den zugehörigen Tönen der Leiter zusammengesetzt werden.
Neu bei Tonleitern? Was eine Tonleiter genau ist und wie sie aufgebaut wird, erklären wir dir Schritt für Schritt. Tonleiter erklärt →
Wähle unten einen Grundton und eine Akkordart – die Töne werden auf der Leiste markiert.
Der kleinste Schritt in der Musik ist ein Halbton. Die Leiste unten zeigt genau das: ein Feld pro Halbton, zwölf Felder pro Oktave, dann wiederholt sich alles. Zwei Halbtöne sind ein Ganzton.
Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen und hat einen Namen. Wähle eines aus: der Grundton bleibt rot, der zweite Ton wird markiert.
Ein Feld = ein Halbton. Rot ist der Grundton, blau die weiteren Töne; die Zahl nennt die Stufe. Die dicken Linien trennen die Oktaven.
| Halbtöne | Intervall | Von C aus | Klangcharakter |
|---|---|---|---|
| 0 | Prime | C | der Grundton, heimatlich |
| 1 | kleine Sekunde | C# | scharf, reibend |
| 2 | große Sekunde | D | Schritt einer Tonleiter |
| 3 | kleine Terz | D# | dunkel – Moll |
| 4 | große Terz | E | hell – Dur |
| 5 | Quarte | F | offen, tragend |
| 6 | Tritonus | F# | spannungsreich, ungelöst |
| 7 | Quinte | G | stabil, leer |
| 8 | kleine Sexte | G# | wehmütig |
| 9 | große Sexte | A | weich, warm |
| 10 | kleine Septime | A# | bluesig, strebend |
| 11 | große Septime | B | schwebend, jazzig |
| 12 | Oktave | C | derselbe Ton, höher |
Terzschichtung bezeichnet das Übereinanderstapeln von Terzen. Auf diese Weise entstehen die Akkorde der westlichen Musik: Vom Grundton aus geht man eine Terz nach oben, von diesem Ton aus wieder eine Terz – und so weiter.
Der Grundakkord besteht aus drei Tönen: Grundton, Terz, Quinte. Zwei gestapelte Terzen ergeben also einen Dreiklang.
Am einfachsten sieht man die Terzschichtung an einer Tonleiter: Man nimmt einen Ton, lässt den nächsten aus und nimmt den übernächsten. In C-Dur ergibt das vom C aus C – E – G, also den C-Dur-Akkord.
Beginnt man auf einem anderen Ton der Tonleiter, entsteht nach derselben Regel ein anderer Akkord: D – F – A (d-Moll), E – G – B (e-Moll) usw. Welche Akkorde so auf jeder Stufe herauskommen, zeigt das Kapitel Stufenakkorde.
Entscheidend ist die Reihenfolge der Terzen. Kommt eine große Terz (4 Halbtöne) zuerst, gefolgt von einer kleinen Terz (3 Halbtöne), ergibt sich ein Dur-Akkord. Kommt die kleine Terz zuerst, gefolgt von einer großen Terz, ergibt sich ein Moll-Akkord.
Zwei kleine Terzen übereinander ergeben einen verminderten, zwei große Terzen einen übermäßigen Akkord.
In Noten erkennt man einen terzgeschichteten Akkord sofort: Alle Töne liegen entweder auf Linien oder alle in Zwischenräumen – wie ein kleiner Schneemann.
Links C – E – G (alle auf Linien), rechts D – F – A (alle in Zwischenräumen). Das gilt nur in der Grundstellung – bei Umkehrungen wird das Bild aufgebrochen.
Setzt man über den Dreiklang noch eine Terz, entsteht ein Vierklang. Der neue Ton liegt eine Septime über dem Grundton – daher der Name Septakkord.
Die Terzschichtung lässt sich noch weiter fortsetzen: Weitere Terzen ergeben die None (9), Undezime (11) und Tredezime (13). In C-Dur führt das zu C – E – G – B – D – F – A. Nach sieben gestapelten Tönen sind alle Töne der Tonleiter verbraucht – weiter geht es nicht.
Septakkorde klingen nicht mehr abgeschlossen, sondern wollen weiter. Genau deshalb sind sie das Rückgrat von Jazz, Soul und Blues – und in der Klassik der Motor jeder Kadenz.
Ein Akkord bleibt derselbe Akkord, auch wenn ein anderer seiner Töne der tiefste ist. Nimmt man den untersten Ton und legt ihn eine Oktave nach oben, erhält man eine Umkehrung.
Unten wird der C-Dur-Akkord in verschiedenen Umkehrungen angezeigt.
Ein Powerchord besteht nur aus zwei verschiedenen Tönen: Grundton und Quinte. Die Terz, die sonst über Dur oder Moll entscheidet, fehlt bewusst – deshalb klingt ein Powerchord weder hell noch dunkel, sondern schlicht kraftvoll und neutral.
Genau diese fehlende Terz macht ihn so beliebt in Rock, Punk und Metal: Mit Verzerrung würde eine Terz schnell schmutzig klingen, die leere Quinte dagegen bleibt druckvoll und klar. Oft wird der Grundton zusätzlich eine Oktave höher verdoppelt.
Das Akkordsymbol trägt eine 5 (z. B. C5) – ein Hinweis darauf, dass über dem Grundton nur die Quinte steht.
Jeder Grundton, jede Akkordart, jede Umkehrung.
Baut man auf jeder Stufe einer Tonleiter einen Dreiklang aus den Tönen genau dieser Leiter, entsteht auf jeder Note ein eigener Akkord. Weil die Halbtonschritte der Tonleiter ungleich verteilt sind, fällt nicht überall dieselbe Akkordart heraus – mal Dur, mal Moll, einmal vermindert.
Diese feste Abfolge ist für jede Dur- bzw. Molltonleiter dieselbe. Sie erklärt, warum bestimmte Akkorde in einer Tonart „zusammengehören".
Wähle Grundton und Tongeschlecht – die Tabelle zeigt für jede Stufe den passenden Akkord.
| Stufe | Intervall | Ton | Akkord | Akkordart |
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